
Sicher kennen Sie das auch, egal ob Sie nur Teilnehmerin oder Teilnehmer sind oder moderierende Person, es gibt Besprechungen, bei denen die Aufmerksamkeit und die Beteiligung der Teilnehmenden nach kurzer Zeit abnehmen. Und das, obwohl das Thema der Besprechung durchaus interessant ist.
Dadurch wird nicht das gesamte kreative und innovative Potential der Gruppe optimal ausgeschöpft. Liberating Structures (deutsch: "befreiende Strukturen") bieten einen guten Lösungsansatz für genau solche Probleme. In diesem Artikel werden wir die Kernaspekte von Liberating Structures beleuchten.
Liberating Structures wurden von Keith McCandless und Henri Lipmanowicz (2002) entwickelt und bestehen aus 33 Methoden. Jedes dieser Formate hat unterschiedliche Ziele. Sie helfen dabei, die Zusammenarbeit von Menschen effektiver zu gestalten, sinnvolle Ergebnisse zu erzielen und die Teilnehmenden zum Mitmachen anzuregen. Dabei spielt die Größe der Gruppe keine Rolle.
Der Kerngedanke von Liberating Structures ist es, Vertrauen im Umgang miteinander zu entwickeln und jedem Einzelnen in einer Gruppe - unabhängig von Hierarchieebenen - die Möglichkeit zu geben, bei der Lösung von Problemen, der Entwicklung von Ideen und an unternehmensstrategischen Themen mitzuwirken.
Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: von agilen Meetings, über strategische Planungssitzungen, bis hin zu Bildungseinrichtungen und sozialen Bewegungen. Nicht zuletzt eignet sich der Ansatz sowohl für den physischen Raum als auch für ein Meeting digital.
Entdecken Sie jetzt auch unsere Podcast-Folge zum Thema Liberating Structures.
Liberating Structures bieten viele verschiedene Vorteile in der Gestaltung von Workshops oder Meetings. Sie fördern die aktive Mitgestaltung und sind ein praktischer Workshop-Kompagnon für aktuelle Herausforderungen in Gruppen und Organisationen:
1. Inklusivität:
Schafft eine sichere Umgebung, in der sich Mitarbeitenden gehört, gesehen und respektiert fühlen
Fördert gegenseitiges Verständnis
2. Agilität:
Fördert die Selbstorganisation und Autonomie im Team
Erhöht das Energielevel der Teilnehmenden
Ermöglicht agile Meetings durch schnelles Feedback und Anpassungen. Dies ist besonders in dynamischen Arbeitsumfeldern von Vorteil.
3. Effizienz:
Steigert die Team-Performance durch kürzere und effektivere Meetings
Generiert mehr Innovationen
Stellt unterbrochene Kommunikationswege wieder her
Verwandelt einfache Meetings in produktive Sessions, die konkrete Ergebnisse liefern
4. Praktischer Nutzen:
Aktiviert und nutzt vorhandene Ressourcen
Fördert kreative Spannungen, Freiheit und Verantwortung im Entfaltungsprozess
Ermöglicht es, Verantwortung für wichtige Themen zu übernehmen
Erkennt, wann Zuhören effektiver ist als Lösungen anzubieten
Dient als praktischer Workshop-Begleiter, um Herausforderungen angemessen zu meistern und Fortschritte zu erzielen
5. Flexibilität:
Ist sowohl für physische als auch für digitale Meetings geeignet, was in der heutigen hybriden Arbeitswelt von großer Bedeutung ist
"Liberating Structures" umfasst insgesamt 33 verschiedene Methoden:
Fünf beliebte Methoden für Sie genauer betrachtet:
Sie sind neugierig geworden? Lernen Sie die Grundlagen in unserem Einführungsworkshop kennen oder bekommen Sie einen tieferen Einblick bei unserer Lernreise zum Thema Liberating Structures.
Troika Consulting ist eine effektive Methode, die es den Teilnehmenden ermöglicht, tiefere Einblicke in ihre eigenen beruflichen Herausforderungen zu gewinnen. Oftmals ist man sich der Wurzeln oder der Komplexität eines Problems nicht vollständig bewusst, wenn man es allein betrachtet. Troika Consulting bietet daher eine strukturierte Umgebung, in der eine Person ihre Herausforderung mit anderen teilt, die wiederum als Beratende fungieren. Diese Beratenden bringen frische Perspektiven und unterschiedliche Erfahrungen ein, die helfen, das Problem aus neuen Blickwinkeln zu beleuchten. Dadurch entstehen tiefere Einsichten, die die betroffene Person möglicherweise allein nicht erreicht hätte.
Anhand dieses Leitfadens können Sie die Troika-Methode selbst ausprobieren und sich vom Nutzen der Liberating Structures überzeugen:
Effektives Bitten um Hilfe
Klare Formulierung von Problemen und Herausforderungen
Entwicklung von Zuhör- und Beratungsfähigkeiten
Förderung von Selbstorganisation und Vertrauen in der Gruppe
Entfaltung innovativer Lösungen
Kombination mit anderen Methoden wie zum Beispiel 15% Solutions
Klientinnen und Klienten können sich umdrehen, um die Beraterdiskussion ungestört zu verfolgen
Ausschließlich Fragen zur Klärung der Herausforderung zulassen
Start oder Abschluss von Meetings
Nach Präsentationen für nächste Schritte
Peer-to-peer-Lernen unter Studentinnen und Studenten
Konferenzen und Großgruppen-Meetings
Selbstinitiierte Praxis in Gruppen
Liberating Structures revolutionieren Meetings und Workshops, indem sie die Zusammenarbeit und Kreativität fördern. Diese Methoden schaffen eine inklusive Umgebung, in der alle Teilnehmenden ihre Ideen einbringen können.
Sie sind vielseitig einsetzbar, sowohl in physischen als auch in digitalen Meetings. Mit Methoden wie 1-2-4-All, Fishbowl und Troika Consulting ermöglichen Liberating Structures aktive Beteiligung und effiziente Zusammenarbeit.