Lohn- & Gehaltsabrechnung outsourcen: Darauf gilt es zu achten
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Lohn- & Gehaltsabrechnung outsourcen: Darauf gilt es zu achten

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Die korrekte und vor allem pünktliche Lohnabrechnung ist eine der wichtigsten Anforderungen an das Personalwesen.

Doch der Aufwand für die Administration der Systeme ist erheblich und personalintensiv. Dazu kommen regelmäßig Investitionen in Hardware und neue Software-Updates sowie eine hohe Verantwortung für die Datensicherheit.

Ein Outsourcing der Lohn- und Gehaltsabrechnung kann in Unternehmen nicht nur die Kosten senken, sondern auch Freiräume für wertschöpfende Personalarbeit schaffen. Ob sich ein Outsourcing lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Das Wichtigste in Kürze:

Die monatliche Entgeltabrechnung ist für HR-Abteilungen zeitaufwendig und kostenintensiv. Besonders kleine Unternehmen haben oft kein spezialisiertes Personal und erledigen diese Aufgabe nebenbei. Engpässe durch Krankheit oder Urlaub können zu Verzögerungen führen, während Vertretungen zusätzliche Überstunden verursachen.

Zudem trägt das Unternehmen die volle Verantwortung für Fehler, etwa bei Sozialversicherungsprüfungen. Daher gilt die Lohn- und Gehaltsabrechnung als idealer Outsourcing-Bereich, insbesondere für Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten, SAP-Anwenderunternehmen ab etwa 250 Mitarbeitenden oder Unternehmen mit hoher Komplexität in der Gehaltsabrechnung.

Wir glauben an den Mehrwert des Outsourcings!

Wir, als HR-Dienstleister, glauben an den Mehrwert unseres Outsourcing-Angebots und fokussieren uns auf die Vorteile unseres Angebots, um potenzielle Nachteile auszugleichen!

Durch die Übernahme von administrativen Aufgaben schaffen wir mit unserem Outsourcing für HR-Abteilungen Freiräume für die wertschöpfende Personalarbeit.

Wir bieten mit unseren Leistungen eine verlängerte Werkbank mit hoher Qualität, maximaler Datensicherheit und dem persönlichen Faktor.

Sie wollen mehr erfahren? Sprechen Sie uns an!

Modelle des Outsourcings

Beim Outsourcing der Entgeltabrechnung gibt es zwei wesentliche Modelle:

  1. Technisches Outsourcing: Der Partner betreibt die Software, übernimmt Wartung und Updates. Die HR-Abteilung des Kunden nutzt ein detailliertes Rechtesystem für die Dialogverarbeitung und erstellt eigenständig Auswertungen. Die Verantwortung für die Software liegt also beim Dienstleister.
  2. Business Process Outsourcing (BPO): Der Dienstleister verwaltet die gesamte Abrechnung. Der Kunde liefert die notwendigen Daten, während ein Kundenberater die gesamte Bearbeitung bis zum Jahresabschluss durchführt. Die Verantwortung bleibt jedoch beim Kunden.

Das Housing-Modell ist ein eher selten gewähltes Modell und bezeichnet eine Outsourcing-Variante, bei der der externe Dienstleister die Server und die Software bereitstellt, während das Unternehmen selbst für individuelle Anpassungen und Konfigurationen innerhalb der Anwendung verantwortlich bleibt. Dieses Modell setzt ein hohes Maß an technischem Know-how sowie ausreichende personelle Ressourcen im Unternehmen voraus – weshalb es in der Praxis kaum noch Anwendung findet.

Für wen sich ein Outsourcing lohnt

Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden

Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden sollten eine Auslagerung grundsätzlich prüfen, denn das Verhältnis zwischen Aufwand, Risiko und internem Nutzen bei der Eigenabrechnung ist oft ungünstig.

  • Der fixe Aufwand – z. B. durch gesetzliche Vorgaben, Fristen, Softwarepflege oder Abstimmungen mit Krankenkassen und Behörden – verteilt sich bei kleineren Unternehmen auf wenige Abrechnungsfälle, was die Kosten pro Abrechnung in die Höhe treibt.
  • Vergleichsweise geringe Kapazitäten bergen das Risiko von Fehlern und Verzögerungen, vor allem bei Urlaub, Krankheit oder bei kurzfristigen Gesetzesänderungen.
  • Durch geringe personelle Kapazitäten wiegt der Weiterbildungsaufwand pro Person besonders schwer.
  • Gerade bei geringen personellen Kapazitäten sollte eine wertschöpfende Personalarbeit im Mittelpunkt stehen.

SAP-Anwenderunternehmen ab etwa 250 Mitarbeitenden

Aber auch Organisationen mit mehr Beschäftigten profitieren häufig davon – etwa SAP-Anwenderunternehmen, bei denen sich Outsourcing ab etwa 250 Mitarbeitenden wirtschaftlich lohnt. Denn:

  • Ein hoher interner Pflegeaufwand bei SAP HCM oder SuccessFactors (z. B. gesetzliche Updates, Systemwartung) wird umgangen.
  • Ab 250 Mitarbeitenden ist Outsourcing in der Regel für Dienstleister und Unternehmen rentabel.
  • Die IT wird durch den Wegfall technischer und fachlicher Spezialaufgaben entlastet.
  • Das Unternehmen bekommt Zugang zu zertifizierten Abrechnungszentren mit hoher Datensicherheit und Expertise.
  • Die Abhängigkeiten von internem SAP-Know-how und schwer zu besetzenden Fachstellen wird reduziert.

Für Unternehmen mit hoher Komplexität in der Abrechnung

Entscheidend ist aber weniger die Unternehmensgröße als die Komplexität der Abrechnungen. Branchenspezifische Regelungen, Tarifbindungen oder wechselnde Arbeitszeitmodelle erhöhen den Aufwand erheblich.

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Vorteile des Outsourcings der Lohn- und Gehaltsabrechnung

1. Zeit- und Ressourceneinsparung

Die Auslagerung reduziert den administrativen Aufwand im HR-Team erheblich. So können sich Ihre Mitarbeitenden auf strategischere Aufgaben wie Talentmanagement oder Organisationsentwicklung konzentrieren.

2. Zugriff auf Expertise und aktuelle Rechtslage

Externe Anbieter sind auf Lohnabrechnung spezialisiert. Sie kennen aktuelle gesetzliche Regelungen, Fristen und Tarife und minimieren dadurch das Risiko von Fehlern oder rechtlichen Problemen.

3. Höhere Datensicherheit und Compliance

Professionelle Dienstleister verfügen in der Regel über zertifizierte Prozesse, etwa nach ISO 27001, und halten sich an Datenschutzvorgaben wie die DSGVO. Das erhöht die Sicherheit sensibler Personaldaten.

4. Skalierbarkeit und Flexibilität

Bei Unternehmenswachstum oder saisonalen Schwankungen kann ein externer Anbieter flexibel auf Veränderungen reagieren – ohne, dass intern zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden müssen.

5. Kostenkontrolle und Transparenz

Statt interner Fixkosten entstehen klar kalkulierbare monatliche Gebühren. In vielen Fällen ist Outsourcing günstiger als die Inhouse-Abwicklung – vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Nachteile und Risiken des Outsourcings

1. Abhängigkeit vom Dienstleister

Die Qualität der Lohnabrechnung hängt stark von der Zuverlässigkeit des Anbieters ab. Schlechte Kommunikation, Systemausfälle oder verspätete Abrechnungen können zu Frust bei Mitarbeitenden führen.

2. Geringere Kontrolle über Prozesse

Mit dem Outsourcing geben Sie operative Kontrolle ab. Individuelle Anforderungen oder kurzfristige Änderungen lassen sich unter Umständen schwerer umsetzen.

3. Datenschutzrisiken durch externe Verarbeitung

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen bleibt ein gewisses Restrisiko, wenn sensible Personaldaten außerhalb des Unternehmens verarbeitet werden – vor allem, wenn der Dienstleister im Ausland sitzt.

4. Eingeschränkte Individualisierung

Standardisierte Prozesse des Dienstleisters können bei spezifischen Anforderungen (z. B. bei internationalen Teams oder besonderen Vergütungsmodellen) an ihre Grenzen stoßen.

5. Interner Know-how-Verlust

Wird die Lohnabrechnung komplett outgesourct, geht langfristig internes Fachwissen verloren – was bei einem Anbieterwechsel oder im Notfall zum Problem werden kann.

Der beste Zeitpunkt für ein Outsourcing

Die Umstellung auf ein externes Abrechnungsmodell ist jederzeit möglich.

In der Praxis ist ein unterjähriger Wechsel heute keine Herausforderung mehr. Moderne Entgeltabrechnungssysteme ermöglichen eine reibungslose Migration unabhängig vom Kalenderjahr. Da der Jahreswechsel ohnehin eine besonders arbeitsintensive Phase in der Entgeltabrechnung darstellt – etwa durch Abschlussarbeiten, gesetzliche Änderungen und erhöhten Informationsbedarf – kann eine unterjährige Umstellung sogar entlastend wirken, indem sie in arbeitsarmen Zeitraum gelegt wird.

Darauf gilt es bei der Auswahl des richtigen Dienstleisters zu achten

Die Auswahl des richtigen Anbieters für das Outsourcing der Entgeltabrechnung ist entscheidend für die Effizienz und Zuverlässigkeit Ihrer Personalprozesse.

Ob Sie ein großes Unternehmen mit komplexen Bedürfnissen oder ein kleineres Unternehmen sind, das nach Kosteneinsparungen sucht – ein erfahrener Dienstleister kann Ihnen helfen, die Lohnbuchhaltung effizient und fehlerfrei zu gestalten. Bei der Auswahl sollten Sie sowohl auf die technischen Fähigkeiten des Partners als auch auf die Einhaltung der deutschen Datenschutzrichtlinien achten.

Das Ziel ist es, einen externen Dienstleister zu identifizieren, die nicht nur fristgerechte und korrekte monatliche Lohnabrechnungen gewährleisten, sondern auch bei komplizierten Sachverhalten flexibel reagieren können.

Vertragsgestaltung und Vereinbarungen

Ein gut strukturierter Vertrag schafft Rechtssicherheit, minimiert Risiken und stärkt die partnerschaftliche Beziehung.

Langfristige Verträge bieten Stabilität, während flexible Anpassungsklauseln Raum für Veränderungen lassen. Wichtig sind detaillierte Regelungen zur Reaktionszeit bei Problemen sowie die genauen Leistungen, die der Dienstleister zu erbringen hat. Zusätzlich sollten die Bedingungen für den Umgang mit fehlerhaften Daten oder verzögerten Lohnabrechnungen klar definiert sein.

Ein effizient gestalteter Vertrag minimiert die Risiken und schafft eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit. Damit reduzieren Sie nicht nur die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen, sondern stärken auch die partnerschaftliche Beziehung, was letztendlich der gesamten Personalabteilung zugutekommt.

5 Tipps für erfolgreiches Payroll-Outsourcing

  1. Ziele definieren: Gründe, Erwartungen und KPIs klären.
  2. Dienstleister prüfen: Sicherheitszertifikate, Referenzen und Erfahrung zählen.
  3. Service-Level-Agreement (SLA) vereinbaren: Zuständigkeiten, Fristen, Prozesse verbindlich regeln.
  4. Integration planen: Schnittstellen, Datenübernahme und Rechte frühzeitig klären.
  5. Partnerschaftlich arbeiten: Austausch, Reviews und Feedback sichern den Erfolg.
     

Fazit: Eine fundierte Entscheidung treffen

Wenn Sie in der Personalabteilung tätig sind und über ein Outsourcing der Entgeltabrechnung nachdenken, gibt es einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen, wenn es um die Entscheidung für oder gegen ein Outsourcing der Entgeltabrechnung geht:

  • Kosten vs. Nutzen: Nutzen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse, um abzuwägen, ob der externe Partner einen Mehrwert für Ihr Unternehmen bietet.
  • Erfahrung und Kompetenz: Suchen Sie nach erfahrenen Dienstleistern, die mit den hohen Anforderungen und deutschen Datenschutzrichtlinien vertraut sind.
  • Langfristige Partnerschaft: Prüfen Sie die Möglichkeit langfristiger Verträge, um Stabilität in der Lohnbuchhaltung zu gewährleisten.
  • Flexibilität und Individualisierung: Stellen Sie sicher, dass der Dienstleister individualisierte Auswertungen und auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Lösungen bietet.
  • Fehlervermeidung: Eine ausgelagerte Lohnabrechnung kann das Risiko fehlerhafter Abrechnungen minimieren und fristgerechte Meldungen sicherstellen.

Sind Sie neugierig geworden, ob wir als Peras der passende Dienstleister für das Outsourcing der Lohn- & Gehaltsabrechnung sind? Sprechen Sie uns an!

Portraitfoto von Martin Dampmann
Martin Dampmann
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